Lernmodus Landwirt
Vertiefung Tierproduktion · Kapitel 5

Sauenhaltung: Brunstkontrolle, Besamung, Kennzahlen

Ferkelerzeugung

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Brunstkontrolle Sau: zyklisch alle 21 d (18–24). Hauptanzeichen:

  • Duldungsreflex (Reiterprobe oder Ebergeruch — „Stehen für Eber“).
  • gerötete, geschwollene Vulva, evtl. klarer Schleim.
  • Unruhe, Ohrenstellung („spitz“), reduzierte Futteraufnahme.

Optimaler Besamungszeitpunkt: 1. Belegung 12–24 h nach Duldungsbeginn, 2. Belegung 12–18 h später (Doppelbelegung).

Künstliche Besamung Sau: Sperma 17 °C lagern, max. 5 d, Pipette mit Drehung gegen Uhrzeigersinn einführen, ca. 80 ml Sperma in 5 min, Eber-Sicht-/Geruchskontakt fördert Saugreflex.

Wichtige Kennzahlen Ferkelerzeugung (DLG-Standard 2023):

  • Lebend geborene Ferkel/Wurf ≥ 14
  • Totgeborene ≤ 8 %
  • Saugferkelverluste ≤ 12 %
  • Abgesetzte Ferkel/Sau/Jahr ≥ 30
  • Wurffolge 2,3–2,4
  • Säugezeit ≥ 21 d (TierSchNutztV § 23, in Bio 40 d)

Haltung Abferkelbucht (TierSchNutztV nov. 2021):

  • Bewegungsbucht ≥ 6,5 m², Sau-Fixierung max. 5 d um Abferkeltermin (Übergangsfrist bis 2035).
  • Ferkelnest 30–32 °C in erster Woche, IR-Lampe oder Bodenheizung.
  • Kupierverbot Schwanz: Routine unzulässig, Ausnahme nur mit Tierhalter-Erklärung & Maßnahmenplan.
Merksätze
  • Doppelbelegung steigert Trächtigkeitsrate auf > 90 %.
  • Säugezeit konventionell ≥ 21 d, Bio ≥ 40 d.
  • Ferkelnest: 32 °C in Woche 1 — Hauptursache für Erdrückungsverluste ist Unterkühlung.
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