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Bestandszusammensetzung „ideal“ auf intensiv genutztem Mähweide-Grünland:
- 60–70 % wertvolle Obergräser (Deutsches Weidelgras, Wiesenschwingel, Knaulgras, Wiesenrispe)
- 10–20 % Leguminosen (Weißklee, Rotklee)
- 10–20 % wertvolle Kräuter (Spitzwegerich, Löwenzahn jung)
- < 5 % Ungräser (Gemeine Rispe, Quecke) und Ampferarten (Schadschwelle ≥ 1 Pfl./m²)
Pflegemaßnahmen:
- Schleppen im Frühjahr (Maulwurfshügel, Mistreste verteilen).
- Walzen nach Frostgang gegen Hochfrieren.
- Striegeln/Übersaat 8–15 kg/ha Nachsaatmischung bei Lücken > 10 %.
- Nachmahd nach Weidegang gegen Geilstellen.
- pH 5,5–6,5 über Erhaltungskalkung 1,5 t CaO/ha alle 3 Jahre.
Schnittnutzung: 1. Schnitt bei Rispenschieben Knaulgras (≈ Anfang Mai), 4–5 Schnitte/a für Hochleistungsmilchvieh (10.000 MJ NEL/ha).
Merksätze
- Geilstellen unbedingt nachmähen — sonst Ausbreitung von Gemeiner Rispe.
- Übersaat ist günstiger als Neuansaat — bei < 30 % Wertgräsern Neuansaat.
- Ampferschwelle 1 Pfl./m² → mechanisch oder Einzelpflanzenbehandlung.