Lernmodus Landwirt
Vertiefung Tierproduktion · Kapitel 2

Brunsterkennung & optimaler Besamungszeitpunkt

Reproduktion Rind

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Der Brunstzyklus der Kuh dauert ø 21 Tage (18–24). Er gliedert sich in:

  • Proöstrus (Vorbrunst, ~2 Tage): Unruhe, Aufspringen anderer Tiere, klarer Schleim.
  • Östrus (Hauptbrunst, 12–18 h): Duldungsreflex (stehen lassen) — sicherstes Brunstzeichen, glasklarer ziehender Schleim, gerötete Vulva.
  • Metöstrus (Nachbrunst, 2–3 Tage): blutiger Schleim (Metöstralblutung) ~2 Tage nach Brunstende.

Optimaler Besamungszeitpunkt: ca. 12 Stunden nach Beginn der Duldung, also „a.m./p.m.-Regel“ — Brunst morgens erkannt → abends besamen, abends erkannt → nächsten Morgen. Eisprung erfolgt 10–14 h nach Brunstende; Spermien benötigen 6–8 h Kapazitation.

Brunstkontrolle mind. 3 × täglich je 20 min, ergänzt durch Pedometer/Aktivitätsmesser (Anstieg ≥ 80 % über Basislinie).

Vor-/Nachteile künstliche Besamung (KB): + Zuchtfortschritt, geprüfte Vererber, Seuchenhygiene, kein Bullen-Unfallrisiko, Dokumentation. − Brunsterkennung notwendig, Termindruck, Stickstofflagerung.

Merksätze
  • Duldungsreflex = sicherstes Brunstanzeichen.
  • a.m./p.m.-Regel: 12 h nach Duldungsbeginn besamen.
  • Zykluslänge ø 21 Tage — Nichtträchtige zur Folgebrunst kontrollieren.
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