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Fachteil 2 · Kapitel 4

Öl- und Eiweißpflanzen — Raps und Leguminosen

Raps & Leguminosen

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Teil A: Raps

Etablierung: Raps braucht sicheren, gleichmäßigen Feldaufgang. Feinkrümeliges Saatbett, Bodenschluss, Saatzeit für ausreichende Vorwinterentwicklung (nicht „überwachsen“), gleichmäßige Ablage (feinsämig). Probleme: lückiger Auflauf durch Trockenheit/Saatbett, Fraßschäden in Jugendphase.

N & S beim Raps:

  • N: hoher Bedarf, aber zur Aufnahme passen — zu früh/hoch erhöht Verluste, macht Bestand „weich“
  • S: sehr wichtig beim Raps (höherer Bedarf als Getreide). Wenn S fehlt, wirkt N schlechter

Pflanzenschutz Raps: Unkraut früh (anfangs konkurrenzschwach), Schädlinge zu bestimmten Zeitfenstern, Krankheiten je nach Witterung/Bestand. Bestand regelmäßig kontrollieren, Maßnahmen begründen.

Ertrag: Triebe/Schoten, Stress in Blüte, Standfestigkeit, Bestandesgesundheit. Dichte/„weiche“ Bestände → höheres Krankheits-/Lagerrisiko.

Ernte: Rechtzeitig, gleichmäßige Abreife, Ausfallverluste vermeiden.


Teil B: Leguminosen (Erbse / Ackerbohne)

Stickstoffbindung: mit Rhizobien aus der Luft → keine hohen N-Gaben nötig, Vorfruchtwert. Voraussetzungen: passende Standortbedingungen, gesunde Wurzeln/Knöllchen, kein Stress (Verdichtung, Staunässe, extreme pH).

Bestandesführung: Reagieren sensibel auf Saatbedingungen, Bodenstruktur. Zu dichte Bestände = Krankheitsdruck + Lager. Standfestigkeit: Sorte, Dichte, Standort.

Pflanzenschutz: Unkrautkonkurrenz früh, Krankheiten bei feucht + dicht, Fruchtfolge nutzen.

Ernte: Lager erschwert Drusch, ungleichmäßige Abreife = Verluste, saubere Lagerung (Feuchte, Bruchkorn, Schimmel).

Merksätze
  • Raps braucht sichere Etablierung und sauberes N/S-Management.
  • Leguminosen leben von Bestandesführung, Standfestigkeit und N-Bindung — keine hohen N-Gaben.
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