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Prüfungslogik:
- Ausgangslage lesen: Bodenart, Wetter, Kultur, Stadium, Vorfrucht, organische Düngung
- Risiko erkennen: Auswaschung (Sand/Regen), Denitrifikation (Staunässe), NH₃ (Harnstoff/Gülle)
- Maßnahme wählen nach 4R
- Begründen — warum genau diese Maßnahme
Fall A — N nach Starkregen (Sandboden):
- Sandboden, geringe KAK, Winterweizen Frühjahr, 1. N-Gabe erfolgt, danach Starkregen → Bestand wird gelb
- Ursache: Nitratverlagerung/Auswaschung — N zu früh, mit Sickerwasser aus Wurzelzone
- Maßnahme kurzfristig: bedarfsgerechte Nachgabe, nicht blind hoch
- Nächstes Jahr: Splitting, N-Form/Timing anpassen, Winterbegrünung/Zwischenfrucht
- Fehler: „Mehr N drauf und fertig“
Fall B — Gelbe Nester in Senken / Fahrspuren:
- Lehmboden, Fahrspuren, Senken stehen länger nass → gelbe Nester genau dort
- Ursachen: (1) Sauerstoffmangel im Wurzelraum, (2) gleichzeitig Denitrifikation
- Erste Maßnahme: Wasser/O₂-Problem erkennen, NICHT blind nachdüngen — Befahrungsmanagement, Senken/Abfluss prüfen
- Fehler: „Da fehlt N, also mehr N“ → verschlimmert Verluste bei Staunässe
Fall C — Harnstoff/Gülle: Wirkung schwach, Geruch stark:
- Oberflächlich ausgebracht, warm + windig, kein Regen, keine Einarbeitung → starker NH₃-Geruch
- Ursache: NH₃-Verflüchtigung
- Gegenmaßnahmen: Schnelle Einarbeitung/Schlitzung/Injektion ODER vor Regen ausbringen, kühler/windarmer Zeitpunkt
Merksätze
- Auf Sand: N-Management = Timing + Teilgaben.
- Nester in Senken = Wurzelraum + Wasser, nicht „zu wenig Dünger“.
- Bei Harnstoff/Gülle = Platzierung + Timing > „mehr Menge“.