Lernmodus Landwirt
Fachteil 2 · Kapitel 1

Düngeplanung als Fall — entscheiden, begründen, Fehler vermeiden

Düngeplanung Praxis

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Prüfungslogik:

  1. Ausgangslage lesen: Bodenart, Wetter, Kultur, Stadium, Vorfrucht, organische Düngung
  2. Risiko erkennen: Auswaschung (Sand/Regen), Denitrifikation (Staunässe), NH₃ (Harnstoff/Gülle)
  3. Maßnahme wählen nach 4R
  4. Begründen — warum genau diese Maßnahme

Fall A — N nach Starkregen (Sandboden):

  • Sandboden, geringe KAK, Winterweizen Frühjahr, 1. N-Gabe erfolgt, danach Starkregen → Bestand wird gelb
  • Ursache: Nitratverlagerung/Auswaschung — N zu früh, mit Sickerwasser aus Wurzelzone
  • Maßnahme kurzfristig: bedarfsgerechte Nachgabe, nicht blind hoch
  • Nächstes Jahr: Splitting, N-Form/Timing anpassen, Winterbegrünung/Zwischenfrucht
  • Fehler: „Mehr N drauf und fertig“

Fall B — Gelbe Nester in Senken / Fahrspuren:

  • Lehmboden, Fahrspuren, Senken stehen länger nass → gelbe Nester genau dort
  • Ursachen: (1) Sauerstoffmangel im Wurzelraum, (2) gleichzeitig Denitrifikation
  • Erste Maßnahme: Wasser/O₂-Problem erkennen, NICHT blind nachdüngen — Befahrungsmanagement, Senken/Abfluss prüfen
  • Fehler: „Da fehlt N, also mehr N“ → verschlimmert Verluste bei Staunässe

Fall C — Harnstoff/Gülle: Wirkung schwach, Geruch stark:

  • Oberflächlich ausgebracht, warm + windig, kein Regen, keine Einarbeitung → starker NH₃-Geruch
  • Ursache: NH₃-Verflüchtigung
  • Gegenmaßnahmen: Schnelle Einarbeitung/Schlitzung/Injektion ODER vor Regen ausbringen, kühler/windarmer Zeitpunkt
Merksätze
  • Auf Sand: N-Management = Timing + Teilgaben.
  • Nester in Senken = Wurzelraum + Wasser, nicht „zu wenig Dünger“.
  • Bei Harnstoff/Gülle = Platzierung + Timing > „mehr Menge“.
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