Die Kationenaustauschkapazität (KAK/CEC) ist die Fähigkeit des Bodens, Kationen (Ca²⁺, Mg²⁺, K⁺, Na⁺, NH₄⁺) an negativ geladenen Oberflächen (Ton-Humus-Komplexe, Humus) reversibel zu binden. Hohe KAK = bessere Pufferung gegen Kationenverluste, stabilere Versorgung — besonders wichtig auf leichten Böden.
Basensättigung = Anteil der Austauschplätze, der mit Basenkationen (Ca/Mg/K/Na) statt mit H⁺/Al³⁺ besetzt ist. Eng mit pH-Stabilität und Nährstoffversorgung verknüpft.
K-Mg-Antagonismus: Sehr hohe K-Verfügbarkeit kann Mg-Aufnahme behindern und Mg-Mangel auslösen, besonders auf Sandböden (geringe KAK) und bei hoher K-Düngung.
Wichtig: Antagonismen sind verhältnis- und standortabhängig. Ein „normaler“ Mg-Bodenwert kann dennoch zu niedriger Mg-Aufnahme führen, wenn K dominiert. „Mehr K“ ist nicht automatisch „mehr Ertrag“ — bei Limitierung anderer Faktoren wird K luxuriös aufgenommen (Speicherung ohne Mehrertrag) und dabei Mg/Ca-Probleme verschärft.
- KAK ist der Puffer, Basensättigung der Belegungszustand.
- Verhältnisse schlagen Einzelwerte (K:Mg:Ca).