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Die Verjüngung ist die Erneuerung eines Bestandes. Ziel: stabiler, standortgerechter Folgebestand mit hoher Vielfalt und geringen Kosten.
Naturverjüngung (NV): Samen aus dem Altbestand keimen unter dem Schirm.
- Vorteile: angepasstes Genmaterial, kostengünstig, gestaffelte Etablierung, kein Pflanzschock.
- Voraussetzungen: Mastjahr (Buche alle 5–8 Jahre, Eiche 2–4 Jahre), geeigneter Keimbettzustand (Mineralboden offen!), Samenbäume vorhanden, Lichtgenuss steuern (Schirmschlag, Femelhieb).
- Risiken: unerwünschte Vorwüchse (Brombeere, Gras), Verbiss durch Reh/Rotwild, Klimaschwankungen.
Pflanzung: Setzen junger Pflanzen aus Forstbaumschule.
- Vorteile: gezielte Baumartenwahl (auch standortneue Arten), schnelles Schließen, planbar.
- Nachteile: hohe Kosten (€/ha), Pflanzschock, anfängliche Verbiss-/Frostgefahr.
- Pflanzverbände: Fichte 2,0×1,5 m (≈3.300/ha); Buche 1,5×1,0 m (≈6.700/ha); Eiche 1,0×1,0 m (≈10.000/ha) wegen Astreinigung.
Pflanztechnik: Hohlspaten, Rhodener Loch, Winkelpflanzung, Klemmpflanzung. Wurzeln nicht abknicken, Wurzelhals nicht tiefer als im Topf, Erde antreten (Luftlöcher = Trockenschäden).
Mischung statt Reinbestand: Klimastabile Bestände sind Mischbestände (z. B. Buche/Tanne/Douglasie statt reiner Fichte) — Risikostreuung gegen Sturm, Käfer, Trockenheit.
Merksätze
- Naturverjüngung ist günstig — aber abhängig von Mast und Wild.
- Pflanzverband richtet sich nach Astreinigung und Konkurrenz.
- Mischbestand schlägt Reinbestand — Klimarisiko streuen.