Lernmodus Forstwirt
Lernfeld 3 · Kapitel 1

Naturverjüngung vs. Pflanzung

Bestandsbegründung

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Die Verjüngung ist die Erneuerung eines Bestandes. Ziel: stabiler, standortgerechter Folgebestand mit hoher Vielfalt und geringen Kosten.

Naturverjüngung (NV): Samen aus dem Altbestand keimen unter dem Schirm.

  • Vorteile: angepasstes Genmaterial, kostengünstig, gestaffelte Etablierung, kein Pflanzschock.
  • Voraussetzungen: Mastjahr (Buche alle 5–8 Jahre, Eiche 2–4 Jahre), geeigneter Keimbettzustand (Mineralboden offen!), Samenbäume vorhanden, Lichtgenuss steuern (Schirmschlag, Femelhieb).
  • Risiken: unerwünschte Vorwüchse (Brombeere, Gras), Verbiss durch Reh/Rotwild, Klimaschwankungen.

Pflanzung: Setzen junger Pflanzen aus Forstbaumschule.

  • Vorteile: gezielte Baumartenwahl (auch standortneue Arten), schnelles Schließen, planbar.
  • Nachteile: hohe Kosten (€/ha), Pflanzschock, anfängliche Verbiss-/Frostgefahr.
  • Pflanzverbände: Fichte 2,0×1,5 m (≈3.300/ha); Buche 1,5×1,0 m (≈6.700/ha); Eiche 1,0×1,0 m (≈10.000/ha) wegen Astreinigung.

Pflanztechnik: Hohlspaten, Rhodener Loch, Winkelpflanzung, Klemmpflanzung. Wurzeln nicht abknicken, Wurzelhals nicht tiefer als im Topf, Erde antreten (Luftlöcher = Trockenschäden).

Mischung statt Reinbestand: Klimastabile Bestände sind Mischbestände (z. B. Buche/Tanne/Douglasie statt reiner Fichte) — Risikostreuung gegen Sturm, Käfer, Trockenheit.

Merksätze
  • Naturverjüngung ist günstig — aber abhängig von Mast und Wild.
  • Pflanzverband richtet sich nach Astreinigung und Konkurrenz.
  • Mischbestand schlägt Reinbestand — Klimarisiko streuen.
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