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Waldböden unterscheiden sich von Ackerböden vor allem durch eine organische Auflage (Streu) und eine geringere Bearbeitung. Sie speichern Wasser, liefern Nährstoffe und sind Wurzelraum.
Humusformen (von biologisch aktiv → träge):
- Mull — schnelle Streuzersetzung, hoher Bodenleben-Anteil, neutrale bis basische Standorte (Buche/Esche auf Kalk).
- Moder — Übergangsform, mäßige Zersetzung, häufig auf Mischbeständen.
- Rohhumus — saure, kühl-feuchte Standorte (Fichte/Kiefer), langsame Zersetzung, Filzschicht; Nährstoffe 'eingefroren'.
Bodenhorizonte (vereinfacht): L (Streu) → Of (fermentiert) → Oh (humifiziert) → Ah (mineralisch + Humus) → B → C.
Ökologische Bedeutung:
- pH und Basensättigung steuern Mykorrhiza- und Bakteriengemeinschaften.
- Streuabbau = Nährstoffrückführung — bei Rohhumus stockt der Kreislauf, Bestände 'verhungern' trotz Bodenmaterial.
- Bodenverdichtung durch Maschinen (Harvester, Forwarder) zerstört Grobporen → Wurzelsterben, Vernässung.
Praxis: Rückegassen alle 20–40 m, Befahrung nur bei tragfähigem Boden (Frost, trockene Sommer).
Merksätze
- Mull = aktiv, Moder = mittel, Rohhumus = träge.
- Ohne Mykorrhiza keine Nährstoffaufnahme — Boden ist lebendig.
- Befahren nur bei Tragfähigkeit — Verdichtung ist irreversibel.