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Eine moderne Profi-Motorsäge (z. B. Stihl MS 261/362, Husqvarna 562 XP) ist ein Zweitaktmotor (≈ 3–4,5 kW) mit Kettenbremse, Vergaser oder elektronischer Einspritzung.
Hauptbaugruppen:
- Antriebseinheit (Zylinder, Kolben, Kurbelwelle, Kupplung)
- Sägeeinheit (Schiene, Kette, Antriebsritzel)
- Sicherheitseinheit (Kettenbremse, Handschutz, Gashebelsperre, Krallenanschlag)
- Versorgung (Kraftstoff- und Kettenöltank)
Kraftstoff: 2-Takt-Gemisch 1:50 (vollsynth.) oder Sonderkraftstoff (alkylatbenzinhaltig, 'Aspen', Stihl MotoMix). Letzteres deutlich gesünder (kein Benzol).
Kettenöl: bioabbaubares Sägekettenöl (Pflanzenöl-Basis), DGUV V 8 verlangt im Wald biologisch schnell abbaubare Öle.
Tägliche Wartung:
- Kette spannen (1–2 mm Hub auf der Schienenmitte).
- Luftfilter reinigen (Druckluft, nicht ölen außer bei Filz).
- Kettenbremse prüfen (auf Block bei Vollgas → Kette muss sofort stoppen).
- Schiene wenden (gleichmäßiger Verschleiß), Schienennut reinigen, Schmierloch frei.
- Funkenfänger/Schalldämpfer kontrollieren.
Schärfen:
- Feilenwinkel 30 ° zur Schiene (Standard, Halbmeißelkette), Brusthöhe 60 °.
- Tiefenbegrenzer 0,5–0,8 mm tiefer als Schneidezahn → Tiefenlehre verwenden.
- Alle Zähne gleich lang feilen, sonst Schräglauf.
Verschleiß: Schiene tauschen, wenn Nut > 1,3× Treibgliedstärke; Antriebsritzel max. 0,5 mm Einlaufspur.
Merksätze
- 30 °/60 ° + Tiefenlehre — saubere Schärfe ist halbe Arbeit.
- Gleichlange Zähne, sonst zieht die Säge schief.
- Im Wald nur bioabbaubares Kettenöl.