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Rohholz wird nach Stärke und Güte sortiert (Forst-HKS — Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel). Ziel: einheitliche Sprache zwischen Forst, Sägewerk und Holzkunde.
Stärkeklassen (Mittendurchmesser ohne Rinde):
| Klasse | Ø (cm) | Verwendung |
|---|---|---|
| L1a | 10–14 | Industrieholz |
| L1b | 15–19 | Schwachholz |
| L2a | 20–24 | Fichte/Bauholz |
| L2b | 25–29 | Bauholz |
| L3a | 30–34 | Bauholz/Schreiner |
| L3b | 35–39 | Sägeholz |
| L4 | 40–49 | Wertholz |
| L5 | 50–59 | Wertholz |
| L6 | ≥ 60 | Furnier |
Güteklassen (vereinfacht, früher A/B/C/D, heute oft auch SLF/L/LK/LSL):
- A — astrein, gerade, kein Drehwuchs (Furnier, Hochwertholz).
- B — leichte Mängel, normales Sägeholz.
- C — stärkere Mängel (Krümmung, Faulstellen), Industrie-/Verpackungsholz.
- D — minderwertig, Brennholz/Hackschnitzel.
Holzfehler:
- Astigkeit (gesund/dürr/eingewachsen) — wertbestimmend.
- Drehwuchs — Faserdrehung, mindert Festigkeit, Verdrehung beim Trocknen.
- Rotfäule (Fichte) — Befall des Kerns durch Heterobasidion, oft erst beim Sägen sichtbar.
- Mondring, Frostriss — innere Trennrisse.
Praktische Sortierung am Polter: Stamm vermessen (Mittendurchmesser, Länge), Fehler markieren, Sortimentsetiketten anbringen, Daten ins HBM (Holzbuchhaltungssystem) oder per Forwarder/Harvester direkt erfassen.
Merksätze
- Stärkeklasse misst, Güteklasse bewertet.
- Wertholz beginnt bei L4 (≥ 40 cm).
- Rotfäule sieht man oft erst beim Sägen — Verdacht: Klangprobe & Krone.