Lernmodus Forstwirt
Lernfeld 10 · Kapitel 1

Holzsortierung & HKS-Sortimente

Holzvermarktung

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Rohholz wird nach Stärke und Güte sortiert (Forst-HKS — Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel). Ziel: einheitliche Sprache zwischen Forst, Sägewerk und Holzkunde.

Stärkeklassen (Mittendurchmesser ohne Rinde):

KlasseØ (cm)Verwendung
L1a10–14Industrieholz
L1b15–19Schwachholz
L2a20–24Fichte/Bauholz
L2b25–29Bauholz
L3a30–34Bauholz/Schreiner
L3b35–39Sägeholz
L440–49Wertholz
L550–59Wertholz
L6≥ 60Furnier

Güteklassen (vereinfacht, früher A/B/C/D, heute oft auch SLF/L/LK/LSL):

  • A — astrein, gerade, kein Drehwuchs (Furnier, Hochwertholz).
  • B — leichte Mängel, normales Sägeholz.
  • C — stärkere Mängel (Krümmung, Faulstellen), Industrie-/Verpackungsholz.
  • D — minderwertig, Brennholz/Hackschnitzel.

Holzfehler:

  • Astigkeit (gesund/dürr/eingewachsen) — wertbestimmend.
  • Drehwuchs — Faserdrehung, mindert Festigkeit, Verdrehung beim Trocknen.
  • Rotfäule (Fichte) — Befall des Kerns durch Heterobasidion, oft erst beim Sägen sichtbar.
  • Mondring, Frostriss — innere Trennrisse.

Praktische Sortierung am Polter: Stamm vermessen (Mittendurchmesser, Länge), Fehler markieren, Sortimentsetiketten anbringen, Daten ins HBM (Holzbuchhaltungssystem) oder per Forwarder/Harvester direkt erfassen.

Merksätze
  • Stärkeklasse misst, Güteklasse bewertet.
  • Wertholz beginnt bei L4 (≥ 40 cm).
  • Rotfäule sieht man oft erst beim Sägen — Verdacht: Klangprobe & Krone.
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