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Forstarbeit ist schwere muskuläre Arbeit (Energieumsatz oft > 35 kJ/min). Hauptbelastungen: Wirbelsäule (Heben/Tragen), Schulter-Arm (Säge halten), Hand-Arm-Vibration und Klima (Kälte/Hitze/Nässe).
Ergonomieprinzipien:
- Lasten nahe am Körper heben, mit geradem Rücken aus den Beinen.
- Sägeführung beidhändig, Daumen umschließt den Griff (Handschluss!).
- Pausen aktiv gestalten — kurze, häufige Pausen (5 min/Stunde) reduzieren Ermüdungsfehler stärker als eine lange Pause.
- Hand-Arm-Vibration (HAV): Antivibrationsgriffe + Handschuhe; Tagesexpositionsgrenzwert A(8) = 5 m/s² (Auslösewert 2,5 m/s²) — bei Profisägen schnell erreicht.
Trinkmenge: im Sommer 0,5–1 L/Stunde, alle 20–30 min trinken (auch ohne Durst).
Tagesleistung: Eine motormanuelle Aufarbeitung von 8–15 Festmetern/Tag (FM/d) ist typisch — mehr nur kurzzeitig und auf Kosten der Arbeitssicherheit.
Merksätze
- Aus den Beinen heben, nicht aus dem Rücken.
- Kurze Pausen schlagen lange — Ermüdung verursacht Unfälle.
- Vibration ist messbar — Antivibrationsgriffe sind kein Luxus.