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Vertiefung Holzernte · Kapitel 21

Seilkraneinsatz im Hang

Seilkran

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Ab Hangneigung > 35 % ist befahrbare Rückung nicht mehr boden- und bestandesschonend möglich. Standardverfahren: Mobilseilkran (Syncrofalke, Koller K507, Mounty).

Aufbau:

  • Tragseil ∅ 22–28 mm, verzinkter Spiraldraht, Bruchlast > 250 kN.
  • Zugseil ∅ 14–16 mm, dynamische Belastung.
  • Laufwagen (Sherpa, Mounty): selbstklettend, Hub bis 4 t.
  • Endmast (Heckmast/Klettermast) + Verankerung an Anker-/Endbäumen mit Bruchlastnachweis.

Trassenplanung:

  • Trassenabstand 60–100 m parallel zum Hang.
  • Trassenfreischlag 8–10 m breit.
  • Aufhiebsrichtung mit Fallkerb zur Trasse hin.

Sicherheit (DGUV-Information 214-024):

  • Sperrkreis 1,5 × Tragseillänge.
  • Anschlagseile vor jedem Einsatz prüfen (Bruchdraht > 10 % je Schlaglänge → tauschen).
  • Funkverbindung Bediener ↔ Anschläger Pflicht.
  • Sicht- und Kommunikationssignale standardisiert (Pfeifensignale).

Leistung: 80–150 Fm/Tag bei Bringungsdistanz 300–600 m, Crew 3 Personen.

Wirtschaftlichkeit: ca. 40–55 €/Fm Selbstkosten — höher als CTL im Flachland, alternativlos in Schutz-/Steillagen.

Merksätze
  • Steillage > 35 % ⇒ Seilkran ist Stand der Technik.
  • Anschlagseil-Prüfung vor jedem Einsatz, Doku führen.
  • Sperrkreis 1,5 × Seillänge — keine Personen darin.
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