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Vertiefung Waldbau · Kapitel 20

Klimaresilienter Waldumbau

Waldumbau

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Hauptrisiken Fichten-Reinbestand: Trockenstress, Borkenkäfer, Sturm. Schäden 2018–2023 in DE: ca. 70 Mio. Fm Kalamitätsholz.

Zielbestände (BMEL-Leitlinie 2022):

  • Tiefland: Eiche–Buche–Douglasie–Linde Mischbestand, mind. 4 Baumarten, Mischungsanteil je ≥ 10 %.
  • Bergland: Buche–Tanne–Fichte mit eingestreuter Edellaubholz (Bergahorn, Esche).

Strategien:

  1. Voranbau unter Schirm: Tanne, Buche, Eiche im Schirm der Altfichte; Lichtgenuss 30–50 %.
  2. Femelschlag (kleinflächig 0,1–0,5 ha) und Plenterung (einzelstammweise) statt Kahlschlag.
  3. Standortgerechte Saatgutherkunft nach FoVG — Herkunftsgebiete einhalten.
  4. Wildmanagement — Verbisswerte < 20 % bei Leitbaumarten, regelmäßige Verbissinventur.
  5. Pflegeeingriffe konsequent: Z-Baum-Auswahl + Bedrängerentnahme alle 5–7 Jahre.

Förderung: GAK-Rahmenplan, Bund/Länder-Klimaanpassungsprogramme bis 200 €/ha (Voranbau) bzw. Stückkostenförderung bei Wiederbewaldung Kalamitätsflächen.

Merksätze
  • Klimaresilient = mindestens 4 standortgerechte Baumarten, je ≥ 10 %.
  • Voranbau vor Räumung sichert Bestockung beim Zusammenbruch.
  • Wild ist die häufigste Hürde — Verbisswert ist der KPI.
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