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WiSo · Kapitel 2

Arbeitsrecht & Arbeitsschutz

Schutzgesetze & Arbeitsgericht

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Das Arbeitsrecht regelt die Beziehung Arbeitgeber/Arbeitnehmer.

Wichtige Gesetze:

  • ArbZG – höchstens 8 h/Tag (verlängerbar auf 10 h, Ausgleich), Ruhepause ab 6 h: 30 min.
  • JArbSchG – Jugendliche (15–17): max. 8 h/Tag, 40 h/Woche, 5-Tage-Woche, keine Akkord-/Nachtarbeit.
  • MuSchG – Schutzfristen 6 Wochen vor / 8 Wochen nach Geburt; Beschäftigungsverbote.
  • BUrlG – Mindesturlaub: 24 Werktage bei 6-Tage-Woche (= 20 Arbeitstage bei 5-Tage-Woche).
  • KSchG – Kündigung nur personen-, verhaltens- oder betriebsbedingt; verhaltensbedingt i. d. R. nach Abmahnung.
  • TVG – Tarifverträge.

Besonderer Kündigungsschutz: Schwangere/Mütter, Schwerbehinderte, Betriebsratsmitglieder, Auszubildende nach der Probezeit.

Arbeitsschutz (ArbSchG / DGUV): Arbeitgeber führt Gefährdungsbeurteilung durch, stellt PSA bereit, unterweist mindestens jährlich, meldet Arbeitsunfälle an die Berufsgenossenschaft (SVLFG bei Land-/Forstwirtschaft).

  • Technischer AS – Maschinen, Lärm, Ergonomie, Unfallverhütung.
  • Sozialer AS – Arbeitszeit, Pausen, Mutter-/Jugendschutz.

Arbeitsgericht: Streitigkeiten (Lohn, Kündigung). Verfahren beginnt mit Güteverhandlung (Einigungsversuch), danach ggf. Kammerverhandlung. In 1. Instanz trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst.

Merksätze
  • ArbZG: 8 h/Tag Regel, 10 h max., Ausgleich binnen 6 Monaten.
  • Mindesturlaub: 24 Werktage / 20 Arbeitstage pro Jahr.
  • Verhaltensbedingte Kündigung – grundsätzlich nur nach Abmahnung.
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