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Wer Pflanzenschutzmittel (PSM) im Lohneinsatz ausbringt, muss sachkundig nach § 9 PflSchG sein und seine Sachkunde alle 3 Jahre fortbilden.
Pflichten Geräteeinsatz:
- JKI-Anerkennung des Geräts; Pflichtkontrolle alle 3 Jahre (PflSchGerätV) — Plakette
- Spritzentest auf gleichmäßige Querverteilung (≤ 7 % Variationskoeffizient)
- Restmengenmanagement: Innenreinigung mit kontinuierlicher Verdünnung (Continuous Internal Cleaning)
Düsentechnik:
- Flachstrahl-Standarddüse: feine Tropfen, hohe Drift
- Injektordüse (Air-Induction): 90–95 % Driftminderung, gröbere Tropfen, ideal für Herbizide
- Doppelflachstrahl: bessere Bedeckung in dichten Beständen
- Druck typisch 2–4 bar; Tropfengröße steigt mit Düsengröße und sinkt mit Druck
Abdrift-/Abstandsauflagen:
- NW-Auflagen (Gewässer): 1, 5, 10, 20 m je nach Mittel — Driftminderung 50/75/90 % verkürzt Abstände gemäß JKI-Verzeichnis
- NT-Auflagen (Saumstrukturen): Schutz von Nichtzielorganismen
- Windgeschwindigkeit max. 5 m/s (DLG: < 3 m/s ideal), Boden- und Lufttemperatur < 25 °C
Mischbarkeit: Reihenfolge W-A-L-Z: Wasserlösliche Beutel → Spritzpulver → flüssige Suspensionen → EC-Formulierungen.
Aufzeichnungspflicht (§ 11 PflSchG): Schlag, Datum, Mittel, Aufwandmenge, Indikation, Anwender, Witterung — 3 Jahre archivieren.
Merksätze
- Sachkunde-Plakette ans Gerät, Sachkundeausweis ans Personal.
- Injektordüse senkt Drift bis 95 % — beste Investition für Lohnspritze.
- WALZ-Reihenfolge mischen — sonst Filter zu.