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Lernfeld 7 · Kapitel 2

Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Saatberechnung & N-P-K

Pflanzenbau planen

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Fruchtfolge = geplante zeitliche Abfolge der Kulturen auf einem Schlag. Vorteile: Bodenfruchtbarkeit/-struktur erhalten (Wurzeltiefen), weniger Krankheits-, Schädlings- und Unkrautdruck (Vermehrungszyklen unterbrochen), bessere Nährstoffnutzung (z. B. Leguminosen binden Luft-N).

Selbstunverträglichkeit: Raps, Zuckerrübe, Erbse brauchen Anbaupausen — sonst Krankheiten + Ertragsverlust.

Bodenbearbeitung: Pflug (wendend, arbeitet Unkraut/Rückstände ein), Grubber/Scheibenegge (nicht wendend, konservierend, Erosionsschutz), Kreiselegge/Saatbettkombi (feinkrümeliges Saatbett), Mulch-/Direktsaat (Boden-/Wasserschutz).

Sortenwahl & Aussaat: Ertrag, Krankheitsresistenz, Qualität, Standorteignung; bei der Aussaat zählen Saatzeit, Saattiefe, Reihenabstand, Saatstärke.

Saatgutbedarf: Saatmenge [kg/ha] = (Saatstärke [Körner/m²] × TKG [g]) ÷ Keimfähigkeit [%].
Beispiel Weizen: (350 × 45) / 95 ≈ 165,8 kg/ha.

Düngung — Hauptnährstoffe:

  • N — Wachstum, Blattmasse, Ertrag („Motor“).
  • P — Wurzelbildung, Energiehaushalt, Kornausbildung.
  • K — Wasserhaushalt, Standfestigkeit, Frost-/Trockenheitstoleranz.
    Spurennährstoffe: B, Mn, Cu u. a. Düngung bedarfsgerecht nach Bodenanalyse, N-min, DBE.

DüV-Kernpunkte: Sperrfristen, emissionsarme Ausbringung, Verbot auf gefrorenem/wassergesättigtem Boden, strengere Regeln in roten Gebieten.

Integrierter Pflanzenschutz: Vorbeugung (Fruchtfolge, resistente Sorten), mechanisch/biologisch zuerst; chemisch erst bei Überschreiten der Schadschwelle. Alles in der Schlagkartei dokumentieren.

Merksätze
  • Saatmenge = (K/m² × TKG) / Keimfähigkeit [%].
  • N = Motor, P = Wurzel/Energie, K = Wasserhaushalt/Standfestigkeit.
  • Schlagkartei = Pflichtdokumentation für Kunde + Behörde.
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