Fruchtfolge = geplante zeitliche Abfolge der Kulturen auf einem Schlag. Vorteile: Bodenfruchtbarkeit/-struktur erhalten (Wurzeltiefen), weniger Krankheits-, Schädlings- und Unkrautdruck (Vermehrungszyklen unterbrochen), bessere Nährstoffnutzung (z. B. Leguminosen binden Luft-N).
Selbstunverträglichkeit: Raps, Zuckerrübe, Erbse brauchen Anbaupausen — sonst Krankheiten + Ertragsverlust.
Bodenbearbeitung: Pflug (wendend, arbeitet Unkraut/Rückstände ein), Grubber/Scheibenegge (nicht wendend, konservierend, Erosionsschutz), Kreiselegge/Saatbettkombi (feinkrümeliges Saatbett), Mulch-/Direktsaat (Boden-/Wasserschutz).
Sortenwahl & Aussaat: Ertrag, Krankheitsresistenz, Qualität, Standorteignung; bei der Aussaat zählen Saatzeit, Saattiefe, Reihenabstand, Saatstärke.
Saatgutbedarf: Saatmenge [kg/ha] = (Saatstärke [Körner/m²] × TKG [g]) ÷ Keimfähigkeit [%].
Beispiel Weizen: (350 × 45) / 95 ≈ 165,8 kg/ha.
Düngung — Hauptnährstoffe:
- N — Wachstum, Blattmasse, Ertrag („Motor“).
- P — Wurzelbildung, Energiehaushalt, Kornausbildung.
- K — Wasserhaushalt, Standfestigkeit, Frost-/Trockenheitstoleranz.
Spurennährstoffe: B, Mn, Cu u. a. Düngung bedarfsgerecht nach Bodenanalyse, N-min, DBE.
DüV-Kernpunkte: Sperrfristen, emissionsarme Ausbringung, Verbot auf gefrorenem/wassergesättigtem Boden, strengere Regeln in roten Gebieten.
Integrierter Pflanzenschutz: Vorbeugung (Fruchtfolge, resistente Sorten), mechanisch/biologisch zuerst; chemisch erst bei Überschreiten der Schadschwelle. Alles in der Schlagkartei dokumentieren.
- Saatmenge = (K/m² × TKG) / Keimfähigkeit [%].
- N = Motor, P = Wurzel/Energie, K = Wasserhaushalt/Standfestigkeit.
- Schlagkartei = Pflichtdokumentation für Kunde + Behörde.