Eine Arbeitskette (Verfahrenskette) verbindet alle Arbeitsschritte und die zugehörige Technik zu einem durchgehenden Verfahren. Für dieselbe Aufgabe gibt es oft mehrere Ketten (z. B. mit/ohne Pflug), die nach Standort, Kosten und Termin abgewogen werden.
Schlagkraft & Flächenleistung:
- Theoretische Flächenleistung [ha/h] = Arbeitsbreite [m] × Geschwindigkeit [km/h] ÷ 10
- Effektive Flächenleistung = theoretische Leistung × Feldwirkungsgrad (0,7–0,9; berücksichtigt Wenden, Befüllen, Pausen).
Einflussgrößen: Arbeitsbreite (mehr je Überfahrt), Fahrgeschwindigkeit (Grenze: Arbeitsqualität), Schlaggröße/-form (wenig Wendezeit bei großen, rechteckigen Schlägen), Feldwirkungsgrad.
Arbeitszeitbedarf & Besatz: aus Standarddaten (KTBL) + betrieblichen Aufzeichnungen — Arbeitskraftstunden je Hektar (AKh/ha) und benötigter Maschinen-/Personalbesatz.
Maschinenkosten:
- Fix: Abschreibung, Zinsen, Versicherung (fallen auch bei Stillstand an).
- Variabel: Diesel, Reparatur, Lohn (steigen mit der Auslastung).
Auswahlkriterium: Die wirtschaftlich beste Arbeitskette hat die niedrigsten Kosten je Hektar bei ausreichender Schlagkraft, um die Arbeit im verfügbaren Zeitfenster zu schaffen — denn Feldarbeitstage sind witterungsabhängig und knapp.
- F_th = b · v / 10 ; F_eff = F_th · Feldwirkungsgrad (0,7–0,9).
- Feste Kosten laufen auch bei Stillstand — variable nur bei Einsatz.
- Engpass jeder Kette ist das langsamste Glied.