Schlagkraft ist die zentrale Wirtschaftlichkeitsgröße im Agrarservice: Wie viel ha kann eine Maschine pro Tag erledigen? Bei 8 Tagen Maisernte-Fenster und 2 000 ha Vertragsfläche entscheidet jede Stunde über Auftrag oder Ausfall.
Theoretische Flächenleistung: F_th [ha/h] = Arbeitsbreite [m] · Geschwindigkeit [km/h] / 10
Tatsächliche Flächenleistung: F_eff = F_th · η, mit Auslastungsgrad η = 0,55–0,85 je nach
- Schlaggröße/Form (Wendezeitenanteil!)
- Befüll-/Entleer-Zyklen (Häcksler/Mähdrescher: Überladewagen-Logistik)
- Rüst-, Pausen- und Reparaturzeiten
Beispiel Mähdrusch Winterweizen:
- Schneidwerk 9 m, 6 km/h → F_th = 9 · 6 / 10 = 5,4 ha/h
- η = 0,7 → F_eff ≈ 3,8 ha/h
- 200-ha-Auftrag = 53 reine Maschinenstunden ≈ 6 Erntetage à 9 h netto
Verfahrensplanung — Kettenleistung: Engpass ist immer das langsamste Glied. Beim Häckseln muss die Transportkette Häcksler-Leistung (z. B. 200 t/h) tragen → Anzahl Wagen = (Häckslerleistung · Umlaufzeit) / Wagenkapazität.
KTBL-Kennzahlen (Datensammlung Betriebsplanung) liefern Standardwerte, die Lohnunternehmer für Angebote nutzen. Eigene Aufzeichnung über Telematik (CCI/MyJohnDeere/AFS) verbessert die Datenbasis.
- F_th = b · v / 10; F_eff = η · F_th — η liegt bei 0,55–0,85.
- Engpass der Kette bestimmt die Tagesleistung, nicht die größte Maschine.
- Telematik-Daten schlagen Bauchgefühl bei der Angebotskalkulation.