Der Standort entscheidet, was und wie angebaut werden kann. Faktorengruppen:
- Klimatische Faktoren: Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung, Wind, Vegetationsdauer.
- Bodenfaktoren: Bodenart, Bodentyp, Humusgehalt, pH-Wert, Wasser- und Nährstoffhaushalt.
- Relieffaktoren: Hangneigung, Höhenlage, Exposition.
Wetter vs. Klima: Wetter = momentaner Zustand der Atmosphäre. Klima = langjähriger Durchschnitt (mind. 30 J.). Für die Anbauplanung zählt das Klima, für den Einsatztag das Wetter.
Boden — Dreiphasensystem: ca. 50 % Feststoffe, 25 % Wasser, 25 % Luft. Entstehung durch physikalische (Frostsprengung), chemische (Lösung) und biologische (Wurzeln/Bodenleben) Verwitterung.
Bodenart (Korngröße): Sand (0,063–2 mm) — leicht, durchlässig, nährstoffarm; Schluff (0,002–0,063 mm) — wasserhaltend, erosionsanfällig; Ton (< 0,002 mm) — hohe Speicherung, schwer; Lehm = Mischung → idealer Ackerboden.
Bodentyp beschreibt die Entwicklung (Horizontabfolge): Braunerde (häufigster), Parabraunerde (aus Löss, ertragreich), Schwarzerde/Tschernosem (beste Ackerböden, z. B. Magdeburger Börde), Gley/Pseudogley (Staunässe), Podsol (sauer, ertragsschwach).
Bodenuntersuchung: Spatenprobe (Gefüge/Verdichtung), Schlämmanalyse (Korngrößen → Bodenartendreieck), pH-Wert (Kalkbedarf, optimal 5,5–7,0 je nach Bodenart).
Bodenschätzung: amtliche Bewertung mit Bodenzahl (reine Bodengüte, 0–100) und Ackerzahl (zusätzlich Klima/Relief). Werte stehen im Liegenschaftskataster.
- Bodenart = Korngröße; Bodentyp = Entwicklung/Horizontabfolge.
- Lehm vereint Vorteile von Sand (Bearbeitbarkeit) und Ton (Speicherung).
- Bodenzahl 0–100 (Boden allein); Ackerzahl bezieht Klima/Relief mit ein.