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Großmaschinen kosten 250 T€–900 T€ — die Finanzierungsentscheidung prägt Liquidität und Steuerlast über Jahre.
Bankkredit (Annuitätendarlehen):
- Eigentum sofort beim Käufer → AfA und IAB nutzbar
- Sicherheiten: Sicherungsübereignung der Maschine, ggf. Bürgschaft
- Zins 2024 bei Investitionskrediten 4–6 % p. a. (Rabobank, VR, Sparkassen)
- Vorteil: Aktivierung in der Bilanz, Restwert verbleibt
Leasing (Operate vs. Finance):
- Operate-Leasing: kurze Laufzeit, Rückgabe an Leasinggeber, Betriebsausgabe → außerbilanziell (HGB)
- Finance-Leasing: lange Laufzeit, oft mit Kaufoption — wirtschaftliches Eigentum kann beim Leasingnehmer liegen (Bilanzierung nach steuerlichen Erlassen)
- Vorteil: Liquidität schonen, planbare Raten, oft inkl. Wartungsvertrag (Full-Service)
Mietkauf: Eigentum wandert während der Laufzeit über → AfA und IAB beim Käufer wie Kredit, aber ohne klassische Bankprüfung.
Förderprogramme:
- AFP (Agrarinvestitionsförderungsprogramm): 20–40 % Zuschuss bei besonders nachhaltigen Investitionen, EU-kofinanziert
- BLE-Bundesprogramm Energieeffizienz: Zinsgünstige KfW-Darlehen + Tilgungszuschuss für emissionsarme Technik (Schleppschuh, abgasarme Schlepper)
- Investitionsabzugsbetrag (§ 7g EStG): 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten vorab steuerlich abziehbar (Gewinngrenze 200 T€)
Kennzahlen: Cashflow-Deckung > 1,3, Schuldendienstgrenze (Tilgung + Zins) < 50 % der Abschreibung + Gewinn.
Merksätze
- Kredit = Eigentum + AfA; Leasing = Liquidität + Service.
- IAB nach § 7g spart vor Anschaffung 50 % der Steuerlast vor.
- Schuldendienstgrenze beobachten — sonst Saisonpleite.