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Lohnunternehmen erschließen außerlandwirtschaftliche Märkte vor allem in Winterdienst, Grünpflege, Bauleistungen und Biomasse-Logistik.
Winterdienst (kommunal oder Industrie):
- Vertrag häufig Bereitschafts- + Einsatzpauschale (z. B. 1 200 €/Monat Bereitschaft + 95 €/h Einsatz)
- Gerätschaft: Schneepflug (Vario, Gummi), Streuer (Salz/Sole, FS30 Feuchtsalz)
- Streustoffmenge Salz: 10–30 g/m² je nach Temperatur und Feuchte
- Pflichten: Lückenlose Einsatzdokumentation (Räum-/Streuprotokoll) — Beweis im Glatteisunfall
- Versicherung: spezifische Winterdienst-Haftpflicht (Personenschäden)
Vergaberecht: Öffentliche Aufträge ab Bagatellgrenze sind nach GWB / VgV / UVgO auszuschreiben:
- National: bis EU-Schwellenwert (Liefer-/Dienstleistung 221 000 € netto, 2024) → UVgO/Landesvergaberecht
- EU-weit: oberhalb Schwellenwert → e-Vergabe-Plattform (TED)
- Verfahrensarten: Öffentliche Ausschreibung, beschränkte Ausschreibung, Verhandlungsverfahren, Direktauftrag (bis Bagatell)
Angebotsbearbeitung:
- Form- und Fristbindung — Angebot meist über e-Vergabe in PDF/A + signiert
- Eignungsnachweise (Präqualifikation, ULV-Auszug, Steuerunbedenklichkeit, Berufshaftpflicht)
- Kalkulationsblätter (Formblätter 221/222/223) bei Bauleistungen
- Nebenangebote nur, wenn ausdrücklich zugelassen
Marketingkanäle: Website mit Referenzen, Maschinenring, Branchenportale (z. B. lu-web.de), Social Media (Reels von Erntegespannen).
Merksätze
- Winterdienst = Bereitschaft + Einsatz + lückenloses Protokoll.
- Öffentliche Aufträge nur nach VgV/UVgO — Frist- und Formfehler killen das Angebot.
- Salzmengen 10–30 g/m² — alles darüber ist teurer Aktionismus.