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Lernfeld 11 · Kapitel 2

Precision Farming, ISOBUS & Beurteilung neuer Technik

Digitalisierung

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Precision Farming = teilflächenspezifische Bewirtschaftung. Jede Stelle des Schlages wird so behandelt, wie sie es braucht. Ziel: Betriebsmittel sparen, Erträge steigern, Umwelt schonen.

Ortungs-/Lenksysteme:

  • GNSS/GPS — Satellitennavigation zur Positionsbestimmung.
  • RTK-Korrektur — Korrektursignal vom Referenzpunkt, Genauigkeit bis cm.
  • Spurführung/Lenkautomatik — parallele Spuren ohne Überlappung/Lücke.
  • Section Control — schaltet Teilbreiten automatisch ab; keine Doppelbehandlung am Vorgewende.
  • Applikationskarten — variable Aussaat-/Düngermenge je Teilfläche (Variable Rate).

ISOBUS (ISO 11783): herstellerübergreifender Standard — Traktor und Anbaugerät verschiedener Marken sprechen die gleiche Sprache, ein gemeinsames Terminal. Vorteil: Kompatibilität, weniger Terminals in der Kabine. Datenaustausch im Bordnetz über CAN-Bus.

Weitere Trends: N-Sensoren (Echtzeit-Düngung), Drohnen (Bestandsbeobachtung), teil-/vollautonome Maschinen, Farm-Management-Software (Telemetrie). Viele englische Fachbegriffe (Headland, Variable Rate, Task Controller).

Regenerative Energien im Betrieb: Biogas (Gülle/Energiepflanzen), Photovoltaik (Dachflächen), Windkraft — Eigenverbrauch + zusätzliche Erlöse.

Beurteilung neuer Technik nach drei Sichtweisen:

  • Technisch: Passt sie zur vorhandenen Technik? Zuverlässig? Bedienbar? Kompatibel (ISOBUS)?
  • Ökonomisch: Anschaffungs-/Folgekosten vs. Einsparung/Mehrertrag? Amortisation?
  • Ökologisch: Weniger Dünger/PSM, weniger Bodendruck, geringerer Verbrauch?
Merksätze
  • RTK = Zentimetergenauigkeit gegenüber DGPS-Dezimetern.
  • Section Control spart Betriebsmittel an Vorgewende + Keilen.
  • Neue Technik immer technisch, ökonomisch und ökologisch beurteilen.
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