Precision Farming = teilflächenspezifische Bewirtschaftung. Jede Stelle des Schlages wird so behandelt, wie sie es braucht. Ziel: Betriebsmittel sparen, Erträge steigern, Umwelt schonen.
Ortungs-/Lenksysteme:
- GNSS/GPS — Satellitennavigation zur Positionsbestimmung.
- RTK-Korrektur — Korrektursignal vom Referenzpunkt, Genauigkeit bis cm.
- Spurführung/Lenkautomatik — parallele Spuren ohne Überlappung/Lücke.
- Section Control — schaltet Teilbreiten automatisch ab; keine Doppelbehandlung am Vorgewende.
- Applikationskarten — variable Aussaat-/Düngermenge je Teilfläche (Variable Rate).
ISOBUS (ISO 11783): herstellerübergreifender Standard — Traktor und Anbaugerät verschiedener Marken sprechen die gleiche Sprache, ein gemeinsames Terminal. Vorteil: Kompatibilität, weniger Terminals in der Kabine. Datenaustausch im Bordnetz über CAN-Bus.
Weitere Trends: N-Sensoren (Echtzeit-Düngung), Drohnen (Bestandsbeobachtung), teil-/vollautonome Maschinen, Farm-Management-Software (Telemetrie). Viele englische Fachbegriffe (Headland, Variable Rate, Task Controller).
Regenerative Energien im Betrieb: Biogas (Gülle/Energiepflanzen), Photovoltaik (Dachflächen), Windkraft — Eigenverbrauch + zusätzliche Erlöse.
Beurteilung neuer Technik nach drei Sichtweisen:
- Technisch: Passt sie zur vorhandenen Technik? Zuverlässig? Bedienbar? Kompatibel (ISOBUS)?
- Ökonomisch: Anschaffungs-/Folgekosten vs. Einsparung/Mehrertrag? Amortisation?
- Ökologisch: Weniger Dünger/PSM, weniger Bodendruck, geringerer Verbrauch?
- RTK = Zentimetergenauigkeit gegenüber DGPS-Dezimetern.
- Section Control spart Betriebsmittel an Vorgewende + Keilen.
- Neue Technik immer technisch, ökonomisch und ökologisch beurteilen.